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REVIEWS

Aargauer Zeitung 8. Mai 2008
--Kurt J. Rosenthaler


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fricktal24.ch 18. Juni 2007

Monday Night Session im Seminarhotel Schützen

Von: Alejandra Martinez

Am Montag, dem 11.06.07 fand im Schützenkeller des Seminarhotels Schützen, Rheinfelden ein Doppeltkonzert des „The David Regan Orchestra“ und des „GLJO-Gymnasium Liestal Jazz Orchestra“ statt.

Bilder Alejandra Martinez

Musik macht glücklich
Montag Morgen. Jeder kennt den schlechten Beigeschmack den man spürt, wenn man das hört. Das bedeutet: Wochenende vorbei, eine neue arbeitsreiche Woche steht bevor. Aber es gibt einen Grund, sich auf genau diesen Montag zu freuen: Die Monday Night Session im Seminarhotel Schützen, Rheinfelden!  Da bekommnt man nicht zweit-klassischen Möchte-gern-Jazz vorgedudelt, bei dem man noch ein Bierchen schlürft. Nein, professioneller Weltklasse-Jazz, grossartige Big-Bands und unglaublicher Jazz. Wenn die 16 Mann dieses Spitzenorchesters im angenehmen Ambiente des Kellergewölbes loslegen, lässt man selbst einfach los. Auch die Schüler des GLJO-Gymnasium Liestal waren mit Freude dabei und stellten ihr Können unter Beweis. Die junge Talente legten einen wunderbaren Auftritt hin bei dem man keine Nervosität spürte sondern ihre Begeisterung und die Freude an der Jazzmusik. Bei solchen Tönen bekommt man keine Gelegenheit mehr, über den nervigen Chef und die anstrengende Arbeit nachzugrübeln, denn der herzerwärmende Sound macht sich in einem breit und lässt keinen Platz für anderes.
Ob melancholisches Pianosolo oder erheiterndes Schlagzeug und fröhliche Trompeten, die Finger trommelten dabei leise auf den Schenkeln und die Leute waren begeistert.


Schweizer oder Amerikanischer Jazz?
Weder noch. Beim Zuhören denkt man unwillkürlich gleich an Amerikanischen Jazz, aber das stimmt nicht: Die Musiker stammen aus sieben Nationen, und der Schweizer Jazz hat international einen ausgezeichneten Ruf, wie Bandleader David Regan bestätigt. Man sieht auch, dass die Band nicht nur für das Publikum spielt, sondern wirklich selbst Spass daran hat. Der New Yorker David Regan und seine 15 Musiker, alle praktisch namhafte Profis aus der Schweizer Jazzszene, sorgten für musikalische Hochstimmung. Pianist Gregor Müller verzauberte mit seinen flinken Finger die mal temperamentvoll, mal streichelnd über die Tasten glitten, jeder Einzelne Musiker war grandios.
David Regan entdeckte bereits mit 13 Jahren seine Liebe zur Big-Band. Er spielte damals mit der Thad-Jones-Mel-Lewis-Big-Band, die es heute leider nicht mehr gibt, und trat jeden Montagabend in New York auf. Regans grosse Liebe gilt dem Jazz. Und dann kam der grosse Moment für die Schweiz. Regan suchte und sammelte die besten Musiker aus nah und fern, sowie aus Jamaika und Argentien um diese in der Schweiz zu vereinen. Alle diese Musiker sind fantastische Solisten und Meister ihrer Instrumente.

Interview mit David Regan
fricktal24: Seit wann spielen Sie in der Schweiz?

David Regan: Seit 2001 oder 2002

Warum gerade die Schweiz?
Weil ich Lehrer in der International School Zürich bin.

Spielt ihr nur in Rheinfelden?
Hauptsächlich spielen wir hier, haben aber auch regelmässige Kiks in anderen Städten, wie Zürich, Luzern, Liestal. Wir sind ja die einzige Band in diesem Stil. Es gibt in der Schweiz nichts Vergleichbares.

Wie und wer wählt die Stücke aus, die ihr an einem Abend spielt?
Wir haben ein bestimmtes Repertoire an Stücken die wir zusammen üben, und am Konzert selbst entscheide ich dann spontan was gespielt wird.

Sind das schon bestehende Stücke oder komponiert ihr selbst?
Teilweise sind die Stücke selbst komponiert, teilweise brauchen wir bestehende. Die Musiker der Big-Band komponieren ab und zu was, und jeder kann dann sein Stück mitbringen. Auch hören wir auf die Wünsche des Publikums.

Was gefällt Ihnen in der Schweiz am Besten?
Die Unterstützung der Kultur. Es gibt viele Anbieter, Sponsoren wie die Migros. Die Kultur wird in der Schweiz sehr geschätzt und das Interesse daran ist gross. Ausserdem gibt es viele Jazzfans in der Schweiz, die uns unterstützen. Das Schönste in der Schweiz ist aber der Respekt für uns als Musiker. Wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, und ich erkläre dass ich Musiker bin, wird das einfach so akzeptiert und sogar bewundert. Niemand fragt nach, was ich „sonst“ mache. Diesen Respekt für meinen Beruf finde ich toll.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Ich werde mit der Big-Band hoffentlich bald eine CD machen. Ausserdem gründe ich in der Hochschule Zürich eine Big Band mit Studierenden, die im Juli in Zürich ein Konzert geben werden.

Gibt es noch etwas, was du dringend loswerden möchtest?
Ja, da gibt es wirklich was. Es gibt viele Schweizer Jazz-Musiker die grosses Talent haben. Doch die Leute wollen nur Amerikanischen Jazz hören. Die Schweizer sollten ihre Swiss-Jazz-Musiker mehr unterstützen.

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Aagauer Zeitung 11. Februar 2006

Der Jazzclub Q4 als Big-Band-Labor

RHEINFELDEN An der <<Monday Night Session>> spielte das David Regan Orchestra im Schützenkeller.

Kurt J. Rosenthaler

Die bereits zur Tradition gewordenen <<Monday Night Sessions>> des David Regan Orchestra finden auch im Jahr 2006 ihre Fortsetzung. Wenn die 16 Mann dieses Spitzenorchesters im ehrwürdigen Kellergewölbe des Rheinfelder <<Schützen>> loslegen, muss man sich night fürchten: Die 160 Jahre Mauern halten dies, ohne Schaden zu nehmen, aus. Auch die Trinkgläser auf der Theke und auf den Bistrotischen sind in Sicherheit.

SPILLMANN UND SCHÖB
    
Im ersten Set müssen sich die Musiker erst abtasten und in die Werke einfühlen, denn die 
meisten Kompositionen spielen sie heute zum ersten Mal zusammen. Und sämtliche Musikstücke des Abends stammen aus den Federn von zwei Band-Mitgliedern: Matthias Spillmann aus Zürich und Carlo Schöb aus Arbon (TG). <<Rein schweizerischer Jazz>> also? Nicht ganz: Die Musiker stammen aus sieben Nationen, und der Schweizer Jazz hat international einen ausgezeichneten Ruf, wie Bandleader David Regan, ein Amerikaner, bestätigt.

STILLE UND STURM
    
Das Programm beginnt mit dem widersprünchlichen Title <<Quiet Inner Storm>> (<<Stiller innerer Sturm>>) von Matthias Spillmann, der hier selbst das Flügelhorn als Solist bläst. Und so wechseln sich denn Werke von Spillmann mit denen von Schöb regelmässig ab, wobei Spillmann die Trompete spielt, Schöb das Saxofon. Es sind swingende Stücke oder ruhige Balladen (<<The Colours of Autumn>> von Carlo Schöb). Und stets wechseln sich Ensemble und Soli ab. Das Ensemble in perfekter Präzision, die Soli mit wilden, oft schrägen Improvisationen. 

SCHILLERND UND FUNKELND
    
Nach der Pause legt das Orchestra richtig los, in allen Farben schillernd und funkelnd, mal sanft und gedämpft, mal glasklar und schneidend. Jeden ersten Montag im Monat treffen sich die Profimusiker im Schützenkeller in Rheinfelden, und dies nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern auch zum Vergnügen des Publikums. Zuhinterst stehen die vier Trompeter Osvaldo Aden (Argentinien) Joël Affolter, Claudio Bergamin und Matthias Spillmann, vor ihnen sitzen die vier Posaunisten Johannes Lauer (Deutschland), Dave Montreuil (Kanada), Andreas Tschopp und Harry Telser, in der vordersten Reihe sitzen die fünf Saxofonisten Alex Hendriksen (Holland), Bandleader David Regan (USA), Dani Blanc, Domenic Landolf und Carlo Schöb. Am Bechstein-Flügel sitzt Gregor Müller, den Bass zupft Leon Duncan (Jamaika), am Schlagzeug wirbelt Christoph Mohler.

TRADITIONELLE ZUGABE
    
Die Zugabe des David Regan Orchestra hat Tradition: der grossartige <<Blues For Stephanie>> von Count Basie (1904-1984). Q4-Präsident Benne Vischer bemerkt dazu: <<Dieser traditionelle Schluss ist so etwas wie der Radetzkymarsch der Wiener Philharmoniker am Ende des traditionellen Neujahrskonzertes in Wien.>> Es war wieder einmal volles Haus im Schützenkeller. Dies dürfte auch an 6. März der Fall sein. Dann macht das Schweizer Fernsehen Live-Aufnahmen vom Konzert des David Regan Orchestra.


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10. September 2004 - Aargauer Zeitung

Ungeliebter Montag wird zum geliebten

RHEINFELDEN Wieder einmal ist der «Schützen» fündig geworden: In seinem Kellergewölbe präsentiert er in den kommenden, vielfach unwirtlichen Monaten ganz feines: Jazz - mit dem David Regan Orchestra.

Léonie Schüpbach

Seit Anfang Woche ist Rheinfelden um eine musikalische Perle reicher. «Montagnacht-Session» heisst das neue Kind des «Schützens». Wer dabei war, wurde oder war schon süchtig. In Zukunft werden diese montäglichen Genüsse viele nicht mehr missen wollen.

Montag!!! Nicht schon wieder, für viele, wenn nicht für die meisten der Zeitgenossen ist der Montag negativ besetzt. Das Wochenende ist vorbei, der stressige Alltag ist angesagt und dann stehen auch noch Herbst beziehungsweise Winter vor der Tür. Seit dem letzten Montagabend aber wird der ungeliebte Erstling der Woche zum monatlichen Highlight. Zumindest für all diejenigen, die Jazz lieben.

«Monday Night Session» nennt sich das neue Musikereignis Rheinfeldens. Initiator des Ganzen ist der «Schützen» und seine fantasievolle Crew. Eine Big Band war angesagt, aber nicht eine x-beliebige, sondern eine Band, welche die Zuhörer vom Stuhl reisst. Der New Yorker David Regan und seine 15 Musiker, alle praktisch namhafte Profis aus der Schweizer Jazzszene, sorgten für musikalische Hochstimmung. Pianist Gregor Müller spielte himmlisch schön und teuflisch schnell; die Besetzung der Saxofonspieler war grandios.

AUCH REGIONALE JAZZGRÖSSEN

Insgesamt bekamen die Anwesenden mit Kompositionen und Arrangements von Thad Jones, Bill Holman, Count Basie, Duke Ellington und Werke der Bandmitglieder mit fünf Saxofonen, vier Trompeten, vier Posaunen, Piano, Bass und Schlagzeug ein Jazz-Feuerwerk erster Güte.

David Regan fing bereits mit 13 Jahren in den Staaten den Big-Band-Virus ein. Er war mit der heute leider nicht mehr existierenden Thad-Jones-Mel-Lewis-Big-Band zusammen, die während vieler Jahre jeden Montagabend in New York City auftrat. Regan liegt der Jazz im wahrsten Sinne des Wortes im Blut. Vollblutmusiker wie er können es nicht ohne Töne. So war es dann auch klar und folgerichtig, eine Big Band in der Schweiz zu gründen. Mit wirklich lokalen Jazzgrössen aus der weiteren und näheren Umgebung sowie aus Jamaika und Argentinien sammelte Regan einige der aufregendsten und besten Musiker der Szene um sich. Alle diese Musiker sind fantastische Solisten und Meister ihrer Instrumente.

Wer nun Lust auf diesen ganz speziellen Dialog mit Musik hat, darf sich auf den kommenden Winter freuen. Der «Schützen» präsentiert David Regan und seine Big Band nämlich noch viermal. Für alle richtigen Jazzfans und Q4-Besucher ist dieser musikalische Leckerbissen jedenfalls ein Must.

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Mai 2004 - Fricktaler Zeitung

Der grosse Spass am Ganzen

Das David Regan Orchestra spielte im Rheinfelder Schützenkeller

Das David Regan Orchestra ist eine 16-Mann-Big Band mit zumeist Schweizer Profimusikern unter der Leitung des Amerikaners David Regan. Im Q4 im Schützenkeller Rheinfelden spielt diese brillante Formation etwa jeden Monat einmal. Kürzlich wieder mit einem swingenden, poetischen, frechen, zarten und schrillen Sound.

Kurt J. Rosenthaler

Mal rasend und schrill, mal poetisch und zart, aber immer mit feurigem Elan und Swing. Unglaublich scharfe, prägnante Einsätze, grossartige, wilde Soli, absolut präzises Timing, mitreissender Rhythmus. Das alles kennzeichnet das David Regan Orchestra. Bestehend seit nunmehr 3 Jahren, hat sich das Orchester zu einer Big Band von Weltklasse-Format entwickelt. Professionelle Musiker aus der ganzen Schweiz, die auch als Solisten einen Namen haben, geben dem Orchester das Gepräge und den Ruf. 

Das besondere Feeling
Joel Affolter zum Beispiel, Trompeter aus Delémont mit eigener Gruppe (die Joel Affolter's Kirby Maniacs, die einen Auftritt im Q4 im Schützenkeller im September 2002 hatten; wir berichteten darüber). Wir fragten Affolter, wie er als berühmter Solist dazu komme, in einer Big Band mitzuspielen, wo er doch nur ein Teil der Gruppe, ein Steinchen im Mosaik sein könne. Seine Antwort ist klar: man lerne dabei die Disziplin des Miteinanders, die Präzision der Einsätze, das Aufeinander-Einhören und -Eingehen. Und dabei das ganz besondere Feeling, der grosse Spass am Ganzen. 

Teilen und wetteifern
Diese Lust, das eigene Können mit anderen zu teilen, auch zu wetteifern, überträgt sich als grosses Hörvergnügen auf das Publikum. Wichtig dabei ist natürlich, dass einer die ganze Bande zusammenhält und das Kommando zum Beginnen und zum Aufhören gibt: der Amerikaner David Regan. Bereits im September 2003 haben wir über ein Konzert dieser Big Band im Q4 berichtet; diesmal wurden ganz andere Stücke intoniert, aber auch diesmal war es ein reichhaltiges Programm quer durch die Geschichte des Jazz.

Schwerpunkt Bill Holman
Einen Schwerpunkt des Repertoires bildete an diesem Abend Bill Holman, von welchem mehrere Kompositionen interpretiert wurden ("But Beautiful", "Lover Man", "The Git"). Dazu kamen traditionelle Standards und Kompositionen von John Clayton, Rich DeRosa, Count Basie, Oliver Nelson, Thad Jones und Bob Pronk. Und ein Stück ("The Colors of Autumn") des Bariton-Saxophonisten Carlo Schöb, selbst Mitglied des Orchesters.

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September 2003 - Fricktaler Zeitung

Quer durch die Geschichte des Jazz

Fulminanter Auftakt im Q4 mit dem David Regan Orchestra

Kurt J. Rosenthaler

Kaum ist die Saison der "Musik zum Feierabend" in der Rheinfelder Stadtkirche St. Martin mit Jazz auf der Orgel verklungen (wir berichteten darüber), ging es im Rheinfelder Jazzclub Q4 im Schützenkeller mit einem Big Band-Feuerwerk los. Das David Regan Orchestra, bestehend aus 16 Berufsmusikern aus 4 Ländern, eröffnete das Q4-Jazzjahr 2003/04.

Traditionsgemäss ein Gratiskonzert zum Saisonstart; etwa 80 Zuschauerinnen und Zuschauer jeden Alters, genau 16 Mann auf dem Podest. Kerzenlicht, keine Aschenbecher: traditionsgemäss wird im Q4 nicht geraucht; das Publikum und vor allem die Akteure auf der Bühne wissen die gute Luft zu schätzen. Dafür gibt es jetzt eine neue, "jazzige" Getränke- und Snackkarte. Zum Beispiel exklusives "Fingerfood" à la Woody Herman (Winzerkäse, Nüsse und Trauben) oder à la Roy Eldridge (Crostini mit Oliven, Tomatenpaste und Ziegenkäse)...

Zahnbürste und Solebad
Ganz neu ist das Angebot des Hotels Schützen: wer nach einem fulminanten Konzert wie demjenigen des David Regan Orchestra voller Begeisterung noch sitzen bleibt und überhaupt nicht mehr nach Hause fahren will, bekommt nun ein "Schlummerpaket" offeriert. Die Konzertbesucherin und der Konzertbesucher können im Hotel übernachten und bekommen auch Pyjama, Zahnbürste und Zahnpasta zur Verfügung gestellt, dazu am Morgen ein reichhaltiges Frühstück und einen Schwumm im Solebad, damit sich der Kater austoben kann. Und das alles zu einem sehr, sehr moderaten Preis. Der Schützen als echtes Jazz-Hotel. Wo auf der Welt gibt es das sonst ?

"Schweizer gehören zur Welt-Elite"
David Regan ist Amerikaner. Er studierte an der Manhattan School of Music in New York und kam 1991 in die Schweiz. Der Saxophonist, Klarinettist und Flötist spielte unter anderem in den Musicals "Cats" und "Phantom of the Opera" mit. Heute unterrichtet er an der Jazzschule Zürich und leitet da das Big Band-Programm. Das 16 Mann starke "David Regan Orchestra" hat er vor etwa 3 Jahren zusammengestellt; sämtliche Musiker sind nicht nur Vollprofis, sondern gehören zur Spitze der Schweizer Jazz-Szene. "In der Schweiz gibt es eine Menge grossartiger Musiker und ein wunderbares Publikum", schwärmt Regan. Er betont, dass die Jazzmusiker der Schweiz absolutes Spitzenniveau haben und zur Welt-Elite gehören. Und die Schweizer Jazz-Fans seien "very special".

16 Mann, 4 Nationen
Das David Regan Orchestra hat eine Crew aus 4 Nationen: die meisten sind Schweizer und leben in den Städten Basel, Bern und Zürich. Da ist zuhinterst der Trompetersatz postiert, bestehend aus Oswaldo Aden (Argentinien), Stefan Geiser, Joël Affolter, Daniel Woodtli (alle Schweiz). Vor ihnen sitzen die Posaunisten René Mosele, Bernhard Bamert, Roger Dietiker und Harry Telser (alle Schweiz). In der vordersten Reihe die fünf Saxophonisten David Regan (USA), Phil Stöckli, Alex Hendriksen, Christian Münchinger und Carlo Schöb (alle Schweiz). Die Rhythmusgruppe besteht aus Philip Henzi (Schweiz, Piano), Leon Duncan (Jamaica, Bass) und Christoph Mohler (Schweiz, Drums).

Brillant, präzise, dynamisch...
Die Big Band besticht durch unglaubliche Brillanz und Präzision, mitreissende Dynamik und Spielfreude. Jeder der Musiker kann auch als Solist überzeugen. Praktisch die ganze Geschichte des Jazz, das musikalische 20. Jahrhundert, kommt in ihrem Repertoire zum Zuge. Da gibt es Kompositionen aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts: von Duke Ellington "Such Sweet Thunder" und sein unvergleichliches "Caravan", von Hoagy Carmichael den Standard "Skylark", von Count Basie "Right On" und "The Kid From Red Bank". Die nächste Generation umfasst Charlie Parker's "Au Pivave" oder Charles Mingus' "Good- Bye Pork Pie Hat" oder Thad Jones' "Second Race". Das modernste Stück, das vom David Regan Orchestra im Schützenkeller intoniert wurde, war "Absolution" von Jim McNeely aus dem Jahr 1995.

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Basler Zeitung, erschienen am: 23.05.2001 «Good ole Big Band»

The David Regan Orchestra

Die Nachricht vom angeblichen Tod des Big-Band-Jazz ist zumindest stark übertrieben. Es gibt Big Bands, die versuchen, neuere Jazz-Strömungen orchestral miteinander zu verbinden: was aber in Basel lange fehlte, war eine gewissermassen «historische» Big Band für Fans des Swing und des Bebop, ein Orchester, das die Legende am Leben erhält, ohne diese lästige Moderne mit einbringen zu müssen. Jetzt gibt es diese Big Band - am Montagabend wurde nämlich im Unternehmen Mitte «The David Regan Orchestra» aus der Taufe gehoben. Fünf Saxofone, unter ihnen Bandleader David Regan -, vier Trompeten, vier Posaunen, Rhythmusgruppe - genau wie es sich gehört; sogar die Notenpulte der vordersten Reihe sind stilecht aus Sperrholz gezimmert und harren nur noch der Bemalung mit dem Band-Namen.
Es ist eine kompromisslose Angelegenheit, die uns von der einen Musikerin und ihren fünfzehn Kollegen geboten wird - kompromisslos in der Qualität, aber auch im Stil. Gespielt werden ausschliesslich bewährte Arrangements von Grössen wie Count Basie, Duke Ellington, Ernie Wilkins oder aber von hieb- und stichfesten jüngeren Adepten wie Bill Holman oder Rich DeRosa. Zeitgenössisches findet keinen Platz; es ist ein bisschen wie eine Schola Cantorum des Jazz: Alte Musik auf alten Instrumenten. Einziger Kompromiss an neuere Hörgewohnheiten ist der Ersatz der Tuba durch die Bassposaune.
Die selbstverordnete Traditionalität hat ihren Sinn. Hier entsteht eine Basler Big Band, die höchsten Ansprüchen genügt - und es ist sicherlich richtig, wenn sich diese Band an den sicheren Werten erprobt. Dies tut sie denn auch zum grossen Vergnügen des Publikums, das vielleicht schon lange einmal wieder Count Basie's «Right On, Right On» live hören wollten, mit präzisen, scharfkantigen Tutti-Einsätzen und mit Soli, die denen der Vorbilder an Virtuosität und Ideenreichtum in nichts nachstehen.
Das Jungfernkonzert des David Regan Orchestra bewies, dass es seinen eigenen Ansprüchen gerecht werden kann. Einige winzige Unsicherheiten gab es einzig in jenem Stück, das wohl das vertrackteste war: in einem zum Tod von Lester Young geschriebenen Arrangement von Charles Mingus. Am nächsten Montag, wenn das David Regan Orchestra nochmals im Unternehmen Mitte aufspielt, wird es wohl auch diese winzigen Unsicherheiten nicht mehr geben. Dann dürfte einem die Qualität dieser Band beinahe unheimlich werden. David Wohnlich

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Donnerstag, 24. Mai 2001

Die «Crème de la crème»

Selten finden sich gute Big Bands. Noch seltener aber findet sich eine Big Band vom Kaliber des in der Nordwestschweiz beheimateten «The David Regan Orchestra». Der Bandleader hat sich bei Gründung seines Projekts bei der Crème de la Crème der Jazzszene bedient und so hervorragende Leute wie die beiden Jazzsaxophonisten Alex Hendriksen und Domenic Landolf, der gefeierte Basler Jungstar, darin versammelt. Gespielt werden unter anderem Arrangements von Thad Jones, Duke Ellington und Bill Holman. --Basler Zeitung

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Basellandschaftliche Zeitung 25.05.01

"...der Klangkörper ist stets voll und perfekt."

"Der erste öffentliche Auftritt von The David Regan Orchestra gelang gut. Das Publikum spendete nach jedem Solo eine Zwischenapplaus und war begeistert." Bea Berczelly

 



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